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Es läuft (noch) nicht rund

Der Diskussionen sind kein Ende und die Emotionen kochen teilweise ziemlich hoch, wenn es heutzutage darum geht, wie man biologische männliche/weibliche/diverse Identität in deutschsprachiger (nicht nur BRD-deutscher!) Grammatik darstellt.

Dabei entwickelt sich Sprache, wie eh und je, ohne Unterbrechung fort – gleichzeitig, und doch in sehr unterschiedlichem Tempo und in unterschiedliche Richtungen in den verschiedenen Alters-, Gesellschafts-, Orts-, Ländergruppen und was es sonst noch an Gruppen gibt.

„Was unterscheidet die Deutschen am meisten? Die deutsche Sprache!“
Diese humorvolle Beschreibung kann man durchaus für den ganzen deutschen Sprachraum anwenden – ein Sprachraum, in dem sich ganz offiziell Schreiben und Sprechen unterscheidet/unterscheiden darf. Ein Sprachraum, in dem es nur für die Schulen feste Lernvorgaben gibt, für alle anderen Personen und Organisationen „nur“ Richtlinien, die sich an den statistischen Erkenntnissen des DUDENS anlehnen.

Wie sagt Alt-OB U. Maly: (NN 27.09.2021) „… wissen wir, dass Sprache zwar allgemeinen Regeln genügt, aber etwas sehr Individuelles sein kann.“

Wir schlagen uns nur allzu gerne in hitzigen schwarz-weiß-Diskussionen diese Themen um die Ohren: Beeinflussen sich Sprache, Denken und Handeln gegenseitig? Nicht nur: dürfen, können, sondern: müssen biologische Identitäten im grammatikalischen Geschlecht sichtbar sein – oder auch nicht?

Und wo bleiben die Grautöne?