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Biografien

Maria Deku

1901 – 1983

„Kein Wunder”, dass sie in Bayern der Vergessenheit anheim fiel, obwohl sie eigentlich vieler Ehren würdig gewesen wäre!

Geboren in Düsseldorf. Studierte Germanistik und Sprachwissenschaften.

Ab 1925 arbeitete sie im Katholischen Deutschen Frauenbund mit. Ende der 1920er Jahre beteiligte sie sich an einer Initiative zur Gründung der ersten katholischen sozialen Frauenschulen. Des Weiteren war sie bis 1933 Mitglied der Zentrumspartei.

In der Nazi-Zeit verfolgt, landete sie schließlich 1943 in der Oberpfalz.

Nach Ende des Krieges war sie von 1946 – 1948 Mitglied des bayerischen Landtags. Sie gehörte in dieser Zeit den Ausschüssen „für Entnazifizierungsfragen“ und „für Flüchtlingsfragen“ an, sowie dem „Besoldungsausschuß“.
Sie war Regierungsreferentin für Entnazifizierung bei der Regierung von Niederbayern/Oberpfalz. 1946 Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Vorparlament). 1946 Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung.

Ihr „Vergehen“: Die Verfassungsgebende Landesversammlung lehnte den Antrag der Einrichtung eines „bayerischen Staatspräsidenten“ mit nur einer Stimme Mehrheit ab.

Dass ausgerechnet sie als „Preußin“ gegen den Antrag gestimmt hat (wenn auch durchaus mit weiteren CSU-Mitgliedern!): für Viele unverzeihlich! Sie war danach viel Feindschaft ausgesetzt.

Sie verließ Bayern, engagierte sich aber weiter im katholischen deutschen Frauenbund, im Kinderschutzbund, in der Claudel-Gesellschaft und besonders in der internationalen Frauen- und Friedensbewegung.